Neben dem Bau einer IOM, deren Linien im Netz unter dem Namen "Predator" zu finden sind, habe ich mich auch mit der Entwicklung neuer Boote beschäftigt. Da der Bau seit einiger Zeit aus Zeitmangel ruht und die Konstruktion am Computer eher nebenbei mal gemacht werden kann, möchte ich hier zunächst meinen eigenen Entwurf vorstellen.
Der Bug ist (unübersehbar) ein Wavepiercer-Design. Das Volumen ist nicht berechnet, sondern willkürlich durch die Form entstanden. Jedoch erhoffe ich mir davon eine Verringerung der Stampfbewegungen durch Wellen. Daher ist das Vorschiff auch über einen langen Bereich sehr schmal gehalten.
Um das notwendige Volumen im Unterwasserschiff zu erhalten, mussten die Wasserlinien daher im achteren Bereich einen um so größere Flächen aufweisen. Obwohl sich so schon wichtige Merkmale des Entwurfs ergeben, weisen die Wasserlinien dennoch moderate Winkel zur Längsachse auf; was wiederum unter hydrodynamischen Gesichtspunkten vorteilhaft ist.


3D-Ansicht 3D-Ansicht

Ein Klick auf den Linienriss öffnet ein Fenster mit einer größerer Grafik.



Linien klein


Eine Diskussion über dieses Stadium des Entwurfs brachte die Erkenntnis, dass die Eigenschaften, die ich mir von diesem Entwurf erwarte, durch eine stärkere Ausprägung der charakteristischen Merkmale des Entwurfs möglicherweise noch verbessern lassen. Grundidee für den Entwurf war die Feststellung, dass viele IOMs starke Bewegungen in Wellen machen. Ein konstruktives Merkmal, solche Bewegung zu verringern, wäre eine Vergrößerung des Massenträgheitsmomentes um die Quer- und Hochachse. Zusätzlich kann das Verhalten auch über die Rumpfform beeinflusst werden. Dazu soll auch das bekannte Wavepiercer-Prinzip beitragen. Daher habe ich den bisher bestehenden Entwurf zunächst im vorderen Bereich noch schärfer gestaltet. Im Einzelnen taucht der Steven nun senkrecht ein und endet auf Höhe der Basis. Um beim Eintauchen des Stevens in eine Welle wenig Auftrieb zu erzeugen, fallen die Spanten im Bugbereich ein. Um zusätzlich das Moment um die Querachse zu verringern, sollte der Verdrängungsschwerpunkt möglichst nach vorne rücken, was zum Einen eben durch den tief eintauchenden Steven erreicht werden soll, zum Anderen durch eine unterhalb der Wasserlinie stark ausfallende Form.
Ansicht Vorschiff
Um außerdem Formstabilität zu erreichen, die sowohl das Angleiten ermöglichen und unterstützen, als auch die geringe Formstabilität des Vorschiffs ausgleichen soll, wurde ebenfalls das Heck umgestaltet. Der Spiegel weist eine geringe Tauchung auf, was bedeutet, dass der Mittellängsschnitt über die Länge abfällt. Der Flächenschwerpunkt der Wasserlinienfläche ist nach hinten verschoben, was durch breite Wasserlinien im achteren Bereich erreicht wird.
Ansicht Achterschiff
Der nächste Schritt wird nun sein, die Wasserlinien des gekrängten Schiffskörpers zu untersuchen.


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